Die Welt des 12. Jahrhunderts in Deutschland und Europa war eine Welt des enormen Wandels, sie wurde in vielerlei Hinsicht freundlicher, Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches im späten 5. Jahrhundert und dem Ende Karls des Großen brach sie eine neue Kultur Bahn, die als die entscheidende Intitialzündung für die Entwicklung des heutigen modernern Europa gewertet werden kann. In Deutschland wurden während dieser Zeitspanne die meisten Städte gegründet, ebenso fast alle Burgen.

Nach den Wirren des frühen Mittelalters, Barbarei und Investiturstreit kam mit dem Staufer Friedrich Barbarossa I. ein Kaiser an die Macht, der wie kein anderer deutscher Herrscher vor und nach ihm den Glanz des hohen Mittelalters verkörpern sollte. Barbarossa etablierte die Deutschen im Konzert der großen Mächte Europas. Seine langjährigen Italienzüge, sein Kampf für ein universelles Kaisertum, aber auch die Hoftage in repräsentativen Pfalzen und sein Eintreten für ritterliche Kultur machten ihn zur führenden politischen Figur des Abendlandes und danach zum Jahrhundertelangen Mythos.

Europa blieb über einen längeren Zeitraum von extremen Hungersnöten verschont, zwischen 1100 und 1300 herrschten im sogenannten Mittelalterlichen Optimum wärmere Temperaturen als zuvor. Im deutschen Sprachraum lebten Ende des 12. Jahrhunderts 10 Millionen Menschen, womit sich ihre Zahl seit der Jahrtausendwende verdoppelt hatte. Erst im 19. Jahrhundert der Industrialisierung würde es wieder eine solche Bevölkerungsexplosion geben.

Quelle : Die Deutschen, G. Knopp, S. Brauburger, P. Arens., Goldmann Verlag.