Ein Moment der Besinnung war es auch am Abend des 29. Mai 2011 in den Räumlichkeiten des ehrwürdigen Meistersaales in der Köthener Straße 38. Die anwesenden ORT-Vertreter trafen sich zu einem Empfang, bei dem über das hier und heute gesprochen wurde. Aber auch und vor allem über Historisches. ORT – Organisation-Reconstruktion-Training zur Förderung von Handwerk und Landwirtschaft unter den Juden hat seinen Ursprung im zaristischen Rußland. Der deutsche Verband (http://www.ort-deutschland.de/pages/ortdt80.htm) sowie der Vorläufer des späteren Weltverbandes wurden 1921 anläßlich einer internationalen Konferenz in Berlin, im Meistersaal am Potsdamer Platz, gegründet. In Berlin unterhielt der Verband neben einer Fachschule mehrere Einrichtungen, die der Aus- und Weiterbildung junger jüdischer Menschen dienten, u.a. auch eine Kinderbetreuungsstätte. Nach der Machtergreifung durch die Nazis wurden diese jüdischen Einrichtungen geschlossen. Es gelang wenigen ORT-Mitgliedern zu emigrieren. Von den sechs Millionen euroäischen Juden überlebten nur knapp drei Millionen den Holocaust.
Eine beeindruckende Präsentation vermittels der modernen Saaltechnik zeichnete die Geschichte der ORT nach. Das war für einen Ort, an dem des öfteren ausgelassene Feierstimmung herrscht, ein Moment der Besinnung, vor allem für die jungen Mitarbeiter des Meistersaal-Teams.






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